Futterunverträglichkeit " Durchfall, Juckreiz und vieles mehr..


P1030367Ihr Hund hat Beschwerden? Durchfall, Hautausschlag Juckreiz, Verstopfung oder Blähungen? Vielleicht deuten die Symptome auf eine Futtermittelunverträglichkeit hin. So wie bei Fitz.

 

Fitz ist ein Irish Setter, männlich, kastriert und zwei Jahre alt. Er hatte von Anfang an Verdauungsprobleme, Blähungen und Durchfall. Manchmal war der Kot mit Schleim und frischem Blut behaftet. Er löste sich bis zu sechsmal am Tag. Nach der Kastration bekam er Lederhaut an der Rute. Dagegen bekam er Testosteron gespritzt. Sein Fell war stumpf. Jeden Tag landete Trockenfutter in seinem Napf. Er fraß es, weil es nichts anderes gab. Außerdem bekam er zu dieser Zeit regelmäßig Wurmkuren. Danach fühlte Fitz sich meist schlecht. Die Halterin wollte nicht tatenlos zusehen. Probierte Trockenfuttersorten von verschiedenen Herstellern aus. Doch nichts half. Fitz rupfte gelangweilt Gras aus der Erde und fraß es.
Nach einem Jahren begann sein Juckreiz. In Achseln, Leisten und an den Pfoten juckte es ihn und er kratze sich fast schon wund. Die Diagnose: Hefepilze. Vom Tierarzt wurde eine dreiwöchige Shampoo-Kur verschrieben. Nach drei Wochen war der Juckreiz gemindert, aber immer noch vorhanden. Es wurde ein Bluttest gemacht, um herauszufinden, woran das liegt. Das Ergebnis: Fitz leidet an einer Futterunverträglichkeit. Seine Halter waren mit den Nerven am Ende. Sie taten alles – und kamen doch nicht weiter. Der Leidensweg sollte für ihren armen Fitz ein Ende haben. Und so schlugen die beiden Halter einen neuen Weg ein.


BARFEN!!!

Barfen bedeutet Rohfutterernährung. Wichtig ist hierbei, dass eine Ernährungsberaterin hinzugezogen wird. Eine Ernährungsberaterin für Hunde? Ja, richtig gehört. Warum? Um richtig zu Barfen, braucht es einen vernünftigen Futterplan und eine Anamnese, die die Darmflora und das Immunsystem stärken. Der einzige, wirkliche zuverlässige Weg ist eine Ausschlussdiät, um Fitz entgiftet auf Rohfutter einzuzustellen.
Vermieden wird, was der Hund nicht verträgt.
Das ist mit kommerziellem Hundefutter, sprich Trockenfutter, nicht möglich!!!

Erst recht nicht, wenn der Hund auf den Kot der Futtermilben reagiert. Im Trockenfutter sind Konservierungsstoffe enthalten, auf die der Hund auch reagieren könnte. Selbst das Futter einzufrieren, bringt gar nichts. Denn - die Milben mögen ja tot sein, aber der Kot der Milben, sowie die Milben selbst bleibt! Eingefroren wie aufgetaut.

Deswegen ist Barfen laut Ernährungsexperten die optimale Lösung.
Bei der Rohfütterung braucht der Hund eine Fleisch- und eine Gemüsesorte, die Fitz noch nie bekommen hat.

Mögliche Fleischsorten: Rind, Schaf, Wild, Ziege.
Mögliche Gemüsesorten: Fenchel, Kürbis, Süßkartoffeln

Von der jeweiligen Fleischsorte sollten alle Teile von Innereien gefüttert werden. Nicht nur das Muskelfleisch allein, da Hunde übersäuern und ihnen die notwendigen Vitamine fehlen würden. Wichtig: Bei einer Ausschlussdiät darf nichts anderes gefüttert werden.

Heißt, egal wie süß der Hund guckt: Keine Leckerchen, keine Kräuter usw... Halter können das Muskelfleisch ein wenig kochen und als Leckerchen füttern.

Die Darmflora muss mit Probiotic wieder aufgebaut werden, da sie durch Wurmkuren und Zucker im Trockenfutter sehr geschädigt und geschwächt ist. Daher kommen auch die Beschwerden.

Der Darm ist das zweite Gehirn: Fitz machte eine Ausschlussdiät.

Wir von der Hundeschule Loewenzahn würden eine Ausschlussdiät mindestens ein halbes Jahr machen. So kann sich das Immunsystem in Ruhe stabilisieren. Bei einer Ausschlussdiät sollten die Halter auf eine Eiweißquelle achten, die ihr Hund noch nie gefressen hat. Eine Entgiftung gehört ebenfalls dazu und muss bei jedem Hund individuell angepasst werden.

Fitz begann mit hochwertigem Wildfleisch und einer Gemüsesorte. Nach der Umstellung waren die Blähungen und der Juckreiz Geschichte. Alle Probleme hatten mit dem neuen Futter ein Ende. Mittlerweile bekommt er zwei Fleisch- und Gemüsesorten.

Wir von der Hundeschule Loewenzahn sind überzeugt: Wenn der Hund auf Rohfutter umgestellt wird, verbessert sich die Lebensqualität von Hunden – und sie bekommen die Chance auf ein beschwerdefreies und glückliches Leben. So wie Fitz.

© 2018 HUNDESCHULE LOWENZAHN ...weil es um den Hund geht.