Portrait: Stolze Schönheiten "Bracco Italiano"

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DER BRACCO ITALIANO
(Zita Compatriota di Bonfini)

Die ersten Abbildungen der Rasse stammen aus dem 14. Jahrhundert. Der Bracco wurde lange zur Vogeljagd (oft zusammen mit Falknern) eingesetzt.

Diese alte Rasse war nach dem zweiten Weltkrieg so stark dezimiert, dass sie fast ausgestorben wäre.

Es ist eine seltene Rasse, die über die grenzen Italiens hinaus kaum bekannt ist.

Der Bracco Italiano als Familienhund

Abgesehen von einigen „überhitzten” Exemplaren ist der Bracco Italiano ein idealer Familienhund. Er hat alle Merkmale, die im Allgemeinen für die Vorstehhunde charakteristisch sind: sie sind kinderlieb, anhänglich, ruhig und anpassungsfähig in der Wohnung, haben eine ausgezeichnete Beziehung zu jedem Familienmitglied. All das braucht seine Zeit und auch ist eine angemessene Bewegung dafür ausschlaggebend. Ebenso wie bei der Ausbildung von Hunden im allgemeinen sind Geduld und konsequente Erziehung von klein an überaus wichtig.
Einige Exemplare der Rasse sind ziemlich gute Wächter für das Haus, in einem neutralen Gebiet zeigen sie aber weder Menschen noch anderen Hunden gegenüber Aggression.
Man darf aber nicht vergessen, dass der Bracco Italiano in seiner Heimat bis heute ein Hund der „cascina” (Bauernhof) ist, so verhält er sich in der Großstadt, in der Menschenmenge viel zurückhaltender als die Vertreter anderer Hunderassen.

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Der Bracco Italiano als Jagdhund

Außerhalb von Italien ist die Bedeutung der Bracchi als Jagdhund – aufgrund ihrer Seltenheit – ziemlich gering. Obwohl der Bracco Italiano als Urahn der meisten europäischen Vorstehhunde angesehen wird, unterscheidet er sich doch in seiner Arbeitsweise. Der Bracco ist geeignet für die Arbeit auf dem Feld, in dem Wasser und in dem Wald, doch es ist die Feldarbeit, die die Rasse von den anderen unterscheidet: der Bracco bewegt sich auf dem Feld nicht im Galopp, sondern in Trab. Dieser Fakt und seine hervorragende körperliche Beschaffenheit führen dazu, dass sein Finderwillen nicht einmal am Ende des Tages nachlässt.

Für den auf dem Feld arbeitenden Hund sind ungeschwächter Finderwillen, Gründlichkeit und eine ausgezeichnete Nase kennzeichnend.

Der Bracco steht sehr gut vor und arbeitet selbst auf schwierigem Terrain mit großer Freude und schont sich überhaupt nicht. Wie bei jedem Jagdhund, muss auch bei dem Bracco großer Wert auf die Disziplin gelegt werden. Auch bei dieser Rasse gibt es Hunde, die gehorsamer sind und andere, die einen stärkeren Charakter haben und zu denen ein erfahrener Führer nötig ist – deshalb ist es wichtig, dass der Hund und sein Mensch zueinander passen.

(Text: Gábor Essősy, www.Braccoitaliano.hu / Fotos: www.misch-art.de)

 

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