Vorsicht giftig

Quelle: TIER.TV

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AvocadoDer enthaltene Stoff Persin ist für Haustiere hoch giftig. Führt zu Herzmuskelschädigung und in der Folge Atemnot, Schwellungen und Wassereinlagerungen im Bauchraum. Endet meist tödlich.

Schokolade: Der im Kakao enthaltene Stoff Theobromin kann nur sehr schwer verdaut werden und reichert sich in der Folge im Körper an. Kann zu Vergiftungen führen, auf die die Tiere mit Durchfall, Erbrechen, Krämpfen und Lähmungen reagieren. Eventuell tödlich.

Weintrauben: Schon kleine Mengen an Weintrauben und Rosinen führen zu Bauchschmerzen, Durchfall, Apathie und akutem Nierenversagen. Welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind, ist bisher unklar.

Steinobst: Steinobstkerne (besonders die des Pfirsichs) enthalten Amygdalin, das in Verbindung mit Wasser Blausäure abspaltet. Blausäure blockiert die Zellatmung des Organismus. Zerbeißen Hunde eine große Anzahl der Kerne, kann es schnell zu Erbrechen, Übelkeit, Fieber und Atembeschwerden kommen.

Buchsbaum: Der Buchsbaum ist stark giftig. Schon kleine Mengen führen zu Vergiftungserscheinungen. Ein Alkaloidgemisch des Buchsbaums wirkt lähmend und blutdrucksenkend. Die Folge sind starker, teilweise blutiger Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Schluckbeschwerden, Austrocknung und die Lähmung des zentralen Nervensystems bis hin zu Koma und Tod durch Atemlähmung. Für Hunde sind schon fünf Gramm Blätter pro einem Kilogramm Körpergewicht tödlich.

Alpenveilchen: Saponine, die vor allem in den Knollen dieser Primelpflanze vorkommen, lösen Schleimhautreizungen, Erbrechen, Durchfall, Koliken, Krämpfe, Atemlähmungen und Kreislaufstörungen hervor. Allerdings sind keine tödlichen Verläufe bekannt. Für Fische sind vor allem die Wurzeln giftig!

Clematis: Bei diesem Hahnenfußgewächs ist die gesamte Pflanze giftig, außer sie ist getrocknet. Der Stoff Protoanemonin führt zu Schleimhautreizungen im Maul und im Verdauungstrakt. Die Folgen sind Durchfall, Erbrechen, Gastroenteritis, blutiger Urin, auch Krämpfe und Lähmungen. Die tödliche Dosis beim Hund sind 20 Milligramm Protoanemonin pro einem Kilogramm Körpergewicht. Vor allem für Ziervögel gefährlich!

Gummibaum und andere Ficus-Arten: Alle Arten dieses Maulbeerbaumgewächses sind schwach giftig bis giftig. Die gesamte Pflanze, auch unreife Früchte, vor allem aber der Milchsaft und das Harz lösen nach Verzehr starkes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber und Krämpfe aus. Folge bei Katzen ist häufig ein Nierenversagen. Bei Zwergkaninchen führen drei bis vier Blätter zu Lähmungen, die den Tod nach sich ziehen können.

Primeln: Primeln scheinen eher unproblematisch zu sein. Dennoch: auch diese - manchmal Schlüsselblume genannte - Zimmerpflanze enthält, vor allem in der Wurzel, Saponine. Diese können vereinzelt zu allergischen Reaktionen der Haut, der Bindehaut und des Atmungsapparates führen.

Weihnachtssterne: Die meisten für den Handel gezüchteten Weihnachtssterne sind nur schwach giftig. Dennoch können die – übrigens noch unbekannten - Wirkstoffe lokal die Haut, die Augen und die Schleimhäute reizen. Es gibt aber auch giftige bis stark giftige Exemplare dieses Wolfsmilchgewächses, weswegen allgemeine Vorsicht geboten ist. Verzehr kann zu Erbrechen, Durchfall, Fieber, Kreislaufversagen und Lungenödemen führen. Bei einem Hund von zwanzig Kilogramm Körpergewicht liegt die toxische Dosis bei drei Blättern.

Bärenklau: Dieses Doldengewächs ist in Europa weit verbreitet. Bei Verzehr sind alle Teile der Pflanze giftig, hauptsächlich jedoch unreife Früchte und der Stängelsaft. Bärenklau enthält krebserregende Furocoumarine, die bei UV-Lichteinstrahlung aktiviert werden. Lösen starkes Speicheln aus, Entzündungen der Mundschleimhaut, Hautrötungen mit Blasenbildung und Geschwüren. Symptome kommen bei Sonneneinstrahlung stärker zum Tragen. Für Tiere bei Berührung zumindest kaum giftig.

Efeu: Efeu enthält Saponine und andere Giftstoffe, die die Schleimhäute reizen. Die Folge sind starkes Speicheln, Erregung, Erbrechen, Durchfälle, Krämpfe und Lähmungserscheinungen. Tödliche Krankheitsverläufe sind nicht bekannt.

Eiben: Die Eibe, ein Nadelholzgewächs, enthält diverse sehr stark giftige Alkaloide. Besonders gefährlich sind die Nadeln und zerkaute Samen. Die Folgen sind Bewegungsstörungen, ein sehr verminderter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Schweratmigkeit, Muskelzittern und zentralnervöse Krämpfe, die zum Kollaps und Tod führen. Ferner Erbrechen, Unruhe, Durchfall und stark erweiterte Pupillen.

RHEINE
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